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| Deutschland: Der Abstieg eines Superstars von
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Steingart ist so schlecht, vermeiden Sie ihn zu lesen
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Gabor Steingart ist Spiegelredakteur. Das eroeffnet ihm Vermarktungschancen, und die nutzt er. Geschaeftssinn ist eine gute Sache. Noch besser waere es, wenn er irgendetwas Vernuenftiges zu sagen haette. Hat er aber nicht. Darueber kann auch sein Zahlenwahn nicht hinwegtaeuschen (Zahlen sind ja ein beliebter Trick, Ernsthaftigkeit zu suggerieren. Hat er wahrscheinlich von seinen Politiker-Gespraechspartnern gelernt). Es gibt wirklich ueberhaupt keinen Grund, seine Buecher zu kaufen. Die werden naemlich haeppchenweise beim Spiegel - auch online - dargelegt. Und vor allem sind sie inhaltlich irrelevant. Weder ist Deutschland ein Superstar, noch steigt es nennenswert ab. Ausser natuerlich, man hat was dagegen, dass bisher arme Laender ein bisschen zulegen. Dann ist D natuerlich relativ abgestiegen. Und nur um alle Leute gleich im Vorhinein zu beruhigen: Es gibt keinen Weltkrieg um Wohlstand. Weil der naemlich viel weniger neu verteilt wird, als Herr Steingart denkt oder hofft. Wenn man wie ich sich viel in Niedrig-Einkommenslaendern aufhaelt, sieht man das recht deutlich. Wohl gibt es eine zunehmende Einkommensungleichheit innerhalb der europaeischen Gesellschaften - und solche Verhaeltnisse bergen erhebliche Risiken fuer den sozialen Frieden, wie man in Afrika und Suedamerika in unterschiedlichen Auspraegungen begutachten kann. Aber dazu hat er Steingart sowenig zu sagen wie irgendjemand sonst... Es reicht voellig, sich solche Plattitueden des Neoliberalismus auf Spiegel Online durchzulesen. Oder man liesst seine sonstigen Erguesse, wie kuerzlich ueber Frau Merkels angeblich so tolle Aussenpolitik. Der Artikel hiess 3 mal staunen. Nicht erstaunlich, wenn demnaechst dazu ein Buch rauskaeme. Auch nicht erstaunlich, wenn es genauso schlecht wird, wie alles andere, was der so schreibt. Wenigstens wird mir davon nicht mehr schlecht. Weil ich es nicht kaufe. Sorry Gabor, aber von einem Spiegelredakteur erwarte ich einfach mehr. Nicht nur Geschaeftssinn.
Eine Rezension von Oliver Schmidt > Kampala, Uganda
vom 6. Mai 2007 | | |
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